Photodynamische Lasertherapie (allgemein)

 

Die Photodynamische Therapie (PDT)  ist ein vielversprechender Behandlungsansatz bei verschiedenen  Krebserkrankungen. Zu Beginn der Behandlung werden intravenös lichtsensible Substanzen (Photosynsitizer) gegeben. Sie beruhen auf natürlichen Stoffen (Curcumin, Hyperizin, Chlorin), die eine hohe Spezifität an Tumorzellen haben und sich in den Krebszellen anreichern. Diese natürlichen Photosubstanzen haben nach ca. 2 - 4 Stunden ihre maximale Konzentration in den Tumorzellen erreicht und bewirken dort eine starke Lichtempfindlichkeit. Wenn dann gebündeltes genügend starkes Laserlicht  mit einer bestimmten Wellenlänge, d.h. bestimmte Farbe, auf diese Zellen trifft, sterben diese langsam ab, im Sinne eines gezielten Zellabbaus. Das bedeutet, die Aktivierung durch das Laserlicht führt dann zur Bildung aggressiver Sauerstoffradikalen, welche dann die Tumorzellen selektiv zerstören. 

Ein besonderer Vorteil ist die fehlende Toxizität. Im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie treten kaum Nebenwirkungen auf und das Immunsystem wird nicht belastet. Die Anwendung der Photodynamischen Therapie ist unter anderem auch bei Prostata- und Blasen-Krebs (interstitielle Lasertherapie)  wissenschaftlich erforscht.

Somit ist die Photodynamische Lasertherapie (PDT) hervorragend geeignet, gezielt und ohne starke Nebenwirkungen Krebsgewebe je nach Größe und Lage oft in einer Behandlung zu zerstören.

Aber auch in Parasiten, Bakterien und Viren dringt der Photosensitizer ein, so dass diese vernichtet werden bzw. absterben. Deshalb eignet sich diese Photodynamische Lasertherapie gut zur Behandlung von antibiotikaresistenten Infektionskrankheiten, MRSA, Borreliose etc.

 

 Als Photosensitizer stehen uns zur Verfügung:

  • Chlorin E6 (Chlorophyll-Derivat)   - für rotes Laserlicht
  • Hyperizin (Johanniskrautextrakt) - für gelbes Laserlicht
  • Curcumin (Curcuma-Wirkstoff)    - für blaues Laserlicht