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Insulinpotenzierte Therapie (IPT)

 

Bei der Insulinpotenzierten Therapie (IPT) benutzen wir Insulin, um Tumorzellen für Medikamente zu öffnen. Normalerweise ist es Aufgabe des Insulins, die Körperzellen zu „öffnen“ um Glucose, aber auch andere Nährstoffe aus dem Blut in die Zellen hinein zu „schleusen“. Die Körperzellen besitzen zu diesem Zweck so genannte Insulinrezeptoren, die bei Anwesenheit von Insulin den Transport von Zucker in die Zelle bewirken.

Es ist bekannt, dass bei Tumorzellen, die einen extrem hohen Zuckerbedarf haben, die Zahl der Insulinrezeptoren entsprechend deutlich erhöht ist. Wird nun einem Krebskranken Insulin gespritzt, wirkt sich das besonders auf die Tumorzellen aus. Sie öffnen ihre „Schleusen“, d.h. die Transportkanäle der Zellmembranen, um besonders viel Zucker aufzunehmen. Wird in dieser Phase ein Medikament verabreicht, kann das zu einer deutlich erhöhten Wirkstoffaufnahme in die Tumorzelle führen. Dabei kommt es nach unserer Erfahrung sehr auf das richtige Timing an.

Ist die IPT (Insulinpotenzierte Therapie) gefährlich? 

Nein. Selbstverständlich werden die Patienten während der Insulinpotenzierten Therapie gut überwacht und es finden engmaschige Blutzuckerkontrollen statt. Wir verwenden ein schnell und nur kurz wirkendes Insulin in einer sehr geringen Dosis, die dem Körpergewicht und dem Ausgangsblutzucker angepasst wird. Abgesehen davon reguliert der Körper den Blutzucker z.B. über Ausschüttung von Adrenalin. In vielen Jahren Erfahrung mit der IPT haben wir nicht ein einziges Mal eine Komplikation mit gefährlich niedrigen Blutzuckerwerten oder gar negativen Konsequenzen erlebt.

Ist die IPT (Insulinpotenzierte Therapie) schädlich, da Insulin ja Krebs fördern soll? 

Nein. Wir setzen, wie gesagt, ein schnell und nur kurz wirkendes Insulin ein, um die Tumorzellen zu öffnen. Schädlich ist nur, wenn man bei ständiger kohlenhydratreicher Kost eine dauerhafte Erhöhung von Insulin (Hyperinsulinämie) im Blut entwickelt.  Da das von uns gegebene Insulin nur kurz wirksam ist, kann von einer dauerhaften Hyperinsulinämie nicht ausgegangen werden; nur diese wäre Tumor fördernd. Wir ermutigen die Patienten im Gegensatz sogar dazu, eine kohlenhydratarme Diät einzuhalten, um dauerhaft das Insulin niedrig zu halten.

Die Insulinpotenzierte Therapie (IPT) wird weltweit von vielen Ärzten mit gutem Erfolg eingesetzt.

 

Es existieren Studien und Literaturhinweise, die die Wirksamkeit der Insulinpotenzierten Therapie  belegen. Siehe z.B. „Insulin-induced enhancement of antitumoral response to methotrexate in breast cancer patients“ Cancer Chemother Pharmacol (2004) 53: 220-224

PMID 14655024 PubMed